Glossar · aktualisiert am
Cold E-Mail
Auch: Cold Mail, Kaltakquise per E-Mail
Ist Cold E-Mail in Deutschland erlaubt?
Eine Cold E-Mail ist eine Werbe-E-Mail an Empfänger, die weder eingewilligt haben noch Kunde sind. In Deutschland ist sie nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG auch gegenüber Unternehmen ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig.
Erklärung
Die einzige Ausnahme ist die Bestandskundenwerbung nach § 7 Abs. 3 UWG: Die Adresse stammt aus einem Verkauf, beworben werden eigene ähnliche Produkte, der Kunde hat nicht widersprochen, und bei der Erhebung und in jeder Mail steht ein Hinweis auf das Widerspruchsrecht. Das Amtsgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 20.11.2025 (Az. 23 C 120/25) bestätigt, dass die Regel auch für eine Adresse gilt, die aus einem Kontakt über LinkedIn stammte. Zusätzlich braucht die Verarbeitung der Kontaktdaten eine Rechtsgrundlage nach DSGVO, die die Einwilligung aber nicht ersetzt.
Rechtssichere Wege zu deutschen Firmen sind LinkedIn ohne Automatisierung, Telefon mit konkretem Anknüpfungspunkt, warme Einführungen und Inbound. Das Kartendeck führt Cold E-Mail nur für Märkte, in denen die Rechtslage es zulässt (Cold E-Mail nur in Märkten, wo sie erlaubt ist). Dieser Eintrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Beispiel
Statt kalter Mails schickt eine personalisierte Probe als Türöffner ein fertiges Ergebnis mit den Daten des Empfängers, aber per LinkedIn, per Telefon oder an Kontakte mit Einwilligung.